Donnerstag, 2. Dezember 2021
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WDR Jazzpreis 2022

Die WDR Jazzpreisträger 2022 stehen fest: Die Saxofonistin Theresia Philipp wird als herausragende Komponistin ausgezeichnet. Schlagzeuger Achim Krämer erhält den WDR Jazzpreis für seine Leistungen als Improvisator. Und in der Kategorie Musikkulturen gewinnt der Bağlamaspieler Kemal Dinç für seine Virtuosität an der Langhalslaute.

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Der Nachwuchspreis geht an das Big Band-Projekt des Luise-von-Duesberg-Gymnasiums Kempen. Das soziokulturelle Zentrum Bahnhof Langendreer in Bochum erhält den Ehrenpreis für die Verbindung von Kultur mit gesellschaftspolitischen Inhalten. Der WDR Jazzpreis ist insgesamt mit 30.000 Euro dotiert.

WDR 3 Programmchef Matthias Kremin hebt hervor: „Der WDR Jazzpreis zeichnet hervorragende Musiker aus, aber auch ganz Nordrhein-Westfalen als Region voller spannender Persönlichkeiten, Szenen und Geschichten.“

Die Preisverleihung findet am Freitag, 4. Februar 2022, um 20 Uhr im Theater Gütersloh im Rahmen eines Preisträgerkonzerts statt. Entertainer Götz Alsmann moderiert den Abend. Am Samstag, 5. Februar 2022, treffen im Konzertabend um 20 Uhr WDR Jazzpreis Gewinner der Vorjahre auf aktuelle Gewinner. Tickets für den WDR Jazzpreis gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Der WDR vergibt den WDR Jazzpreis an Musiker aus Nordrhein-Westfalen. Eine achtköpfige Jury aus ehemaligen WDR Jazzpreisträgern, Veranstaltern sowie Journalisten wählt die Gewinner der Kategorien Komposition, Improvisation und Musikkulturen aus. Den Nachwuchspreis sowie den Ehrenpreis wählt die WDR 3 Jazz & World Redaktion aus.

Die WDR Jazzpreisträger:

Komposition: Theresia Philipp
Theresia Phillip ist eine der aufsehenerregenden Musikerinnen der jüngeren Generation des deutschen Jazz. In ihren Kompositionen schafft sie es, die unterschiedlichsten Aspekte ihres Schaffens zu einer spannenden, neuen Form zusammenzuführen.

Improvisation: Achim Krämer
Nach seiner Karriere im Dunstkreis des experimentellen Jazz ist der 1955 in Wanne-Eickel geborene Schlagzeuger Achim Krämer noch immer ein unverzichtbarer Improvisator, der die Farben seines Instruments in die unterschiedlichsten Ensembles einzubringen versteht.

Musikkulturen: Kemal Dinç
Als Kemal Dinç mit zehn Jahren nach Deutschland kam, war er fremd im neuen Land. Geboren 1970 in Istanbul, waren ihm nur seine Bağlama und die Lieder aus seiner Heimat vertraut. Viele Jahre später studierte er in Leipzig Klassische Gitarre und Komposition und erarbeitete sich einen zweiten musikkulturellen Horizont, den er nun als Virtuose auf seiner Bağlama sowie als Komponist eines völlig neuen Repertoires für sein Instrument in Einklang zu bringen versucht.

Nachwuchs: Big Band-Projekt des Luise-von-Duesberg-Gymnasiums Kempen
Jazztrompeter Markus Türk leitet seit neun Jahren die Schüler-Big-Bands am Luise-von-Duesberg-Gymnasium in Kempen. In dieser Zeit hat er das Thema Schüler-Big-Bands zu einer Kleinfamilie von vier Bigbands herangezogen. An der Spitze stehen die United Horns, die Oberstufenband, und die Jubi-Band der Mittelstufe. Zwei Mini-Bigbands für Schüler der Jahrgangsstufen 5 bzw. 6 stellen den Nachwuchs sicher.

Ehrenpreis: Bahnhof Langendreer in Bochum
Unter den soziokulturellen Zentren, die vor etwa 35 Jahren in NRW entstanden, ist der Bahnhof Langendreer ein besonderer. Einerseits versteht sich das Betreiberteam nach wie vor als selbstverwaltetes Kollektiv. Besonders macht ihn auch die Konsequenz, mit der hier versucht wird, die Klänge der Welt miteinander in Kontakt zu bringen.

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