Einsatz für den weltweiten Frieden und gewaltfreie Schulen

Der BdFWS bietet Eltern, Schülern und Kollegen eine Anlaufstelle und Fortbildungsmöglichkeiten zum Thema Gewaltprävention und Missbrauch.

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Hände die sich berühren

Die International Peace Youthgroup (IPYG) hat den Bund der Freien Waldorschulen (BdFWS) zu einem Beitrag auf ihrem europaweiten Workshop am 12. Juni 2021 eingeladen. Die Teilnehmer des „Workshop zur Prävention und Bewältigung von schulischer Gewalt in Europa“ erhielten so einen Einblick in das Präventionsprogramm der Waldorfschulen. 

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Die IPYG wurde 2013 in Südkorea von Jugendlichen gegründet mit dem Ziel, sich weltweit für Frieden einsetzen. Inzwischen engagieren sich nach Angaben der IPYG etwa 5 Mio. Jugendliche in 851 Organisationen aus 111 Ländern für dieses Ziel. Im Workshop ging es um die Frage der Bewältigung und Prävention von schulischer Gewalt in Europa; er wurde von Deutschland und Rumänien aus organisiert. Zu diesem Thema waren die Organisatoren auf die Website des BdFWS aufmerksam geworden, der hier für die ihm angeschlossenen Waldorfschulen ausführliche Informationen zum Thema Gewaltprävention anbietet. 

Vorstandsmitglied Eva Wörner stellte die Arbeit des BdFWS, die Besonderheiten der Waldorfpädagogik mit ihrem Blick auf das individuelle Kind und die Waldorflehrer-Ausbildung vor. Eine geschulte innere Haltung der Lehrer gegenüber Gewalt und Missbrauch sei genauso notwendig wie ein Präventionskonzept, um sicherzustellen, dass Kinderschutz im Bewusstsein aller veranlagt werde. 

Weitere Referenten gaben Einblicke in ihre Arbeitsfelder: Dea Hyeon Jo, südkoreanischer Grundschullehrer, berichtet von Kameraüberwachung in der Schule als Präventionsmaßnahme. Georgia Rafaela Vusdea, Bezirksvertreterin für internationale Beziehungen einer rumänischen Organisation, brachte den Aspekt von Waffenbesitz unter Kindern- und Jugendlichen ins Bewusstsein und die damit einhergehende Angst auf den Schulhöfen. Deutlich wurde durch den Beitrag von Kinder- und Jugendpsychologin Sandra Velásquez Montiel, dass es erforderlich ist, Mitgefühl und Mut bei Kindern und Jugendlichen anzulegen, um Gewalt untereinander und passives Zuschauen zu verhindern. 

Wörner freut sich über die positive Resonanz der Teilnehmer auf das Konzept der Waldorfschulen. „Die Beiträge und Diskussionen eröffnen neue Perspektiven in der Präventionsarbeit, auch für mich und unsere Grundlagenarbeit am Schutzkonzept in den Schulen“, fasst sie zusammen. „Frieden als innere Haltung anzulegen, so wie die IPYG dies weltweit versucht, gewährleistet, dass Kinder und Schüler ohne Gewalt und Missbrauch aufwachsen können.“ Der BdFWS bietet Eltern, Schülern und Kollegen eine Anlaufstelle und Fortbildungsmöglichkeiten zum Thema Gewaltprävention und Missbrauch.

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