Sonntag, 5. Dezember 2021
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Digitale Lehre an Hochschulen und ihre Zukunft

Bayernweite Studie zur Hochschullehre während COVID-19

Die Studie „Corona-Bilanz. Studieren. Lehren. Prüfen. Verändern.“ zieht ein Resümee des vergangenen Sommersemesters in der Corona-Pandemie. Dazu wurden Studierende und Lehrende an bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften befragt. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass der Wunsch nach persönlicher Begegnung ausgesprochen hoch ist. Zudem schafft die Studie einen Ausblick auf die Zukunft der digitalen Lehre und das Zusammenspiel mit dem praxisorientierten Studium.

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Seit über eineinhalb Jahren hält die COVID-19 Pandemie deutsche Bildungsinstitute in Atem. An den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW), die den Studierenden ein hohes Maß an Praxisbezug ermöglichen, wirkten sich die Pandemiemonate besonders auf die Lehre aus. Dennoch nutzte die TH Nürnberg zusammen mit weiteren bayerischen HAW diese Zeit zur Weiterentwicklung und um neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Ein Ausblick in die Zukunft von Hochschulen

Die jetzt erschienene Studie „Corona-Bilanz. Studieren. Lehren. Prüfen. Verändern.“ ermöglicht einerseits Einblicke in den Studienalltag des vergangenen Sommersemesters sowie andererseits in eine veränderte, weiterentwickelte und erstarkte Hochschullandschaft in Bayern. Die Studie fand unter der Leitung von Prof. Dr. Christina Zitzmann, Vizepräsidentin für Bildung an der TH Nürnberg, Prof. Dr. Klaus Kreulich, Vizepräsident der Hochschule München und Dr. Benjamin Zinger vom Forschungs- und Innovationslabor Digitale Lehre statt. „Die Studie schafft für uns einen bedeutenden Ausblick in die Zukunft der Lehre an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern. Wir freuen uns sehr, einen wesentlichen Beitrag zu dieser Untersuchung geleistet zu haben“, sagt Prof. Dr. Christina Zitzmann.

Die Studie zeigt beispielsweise, dass die positive Einstellung zur digitalen Lehre trotz großer Belastungen weiterhin vorhanden ist. Die Hälfte der Studierenden ist Blended-Learning-Veranstaltungen gegenüber offen, unter den Lehrenden sind es sogar 83 Prozent. Dennoch ist der Wunsch nach sozialen Kontakten sehr hoch, Hochschulen seien laut Zitzmann „Katalysatoren für soziale Einbindung“. Die Zukunft des Studierens könnte demnach in einer Kombination der Vorteile aus digitaler und Präsenzlehre bestehen. In jedem Fall müsse jedoch die Qualität der Lehre im Vordergrund der Bestrebungen stehen.

Wie die Hochschulen die Ausnahmesituation der Corona-Pandemie gemeistert haben

Anlässlich der offiziellen Überreichung der Studie lud Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, die Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten für Bildung aller bayerischen HAW in das Ministerium ein. Zudem fand eine Präsentation der Studienergebnisse im Wissenschaftsausschuss im bayerischen Landtag statt. „Mit viel Flexibilität, bahnbrechender Innovationskraft und hohem Verantwortungsbewusstsein haben unsere Hochschulen die Ausnahmesituation der Corona-Pandemie in den vergangenen drei Semestern gemeistert“, sagte Bernd Sibler.

Rund 12.000 Studierende und über 2.000 Lehrende hatten an der Untersuchung teilgenommen und zum Beispiel Fragen zu ihrer Zufriedenheit mit der digitalen Lehre beantwortet. Hierbei unterscheidet die Studie zwischen den Erfahrungen der Studierenden und der Lehrenden. Zudem liefert die Untersuchung Aufschlüsse in Bezug auf den veränderten Prüfungsbetrieb und dessen Akzeptanz bei den Betroffenen. Ein Zukunftsausblick sowie Einschätzungen von Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten und von E-Learning-Expertinnen und -Experten an den bayerischen HAW hinsichtlich der längerfristigen Auswirkungen runden die Untersuchungsergebnisse ab.

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