Samstag, 13. August 2022
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Schulprojekt „Eigenständig werden“ stärkt Kindergesundheit

Die Basis für ein gesundes Leben wird in der Kindheit und Jugend gelegt. Deshalb nahm die Deutsche Krebshilfe den Weltkindertag zum Anlass, ihr Projekt „Eigenständig werden“ vorzustellen. Das Programm richtet sich an die Klassen 1 bis 4 und 5/6. Es beruht auf dem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Ansatz zur Förderung der Lebenskompetenzen von Kindern und Jugendlichen. Es soll die Kinder dabei unterstützen, einen gesunden Lebensstil zu entwickeln, sowohl körperlich, seelisch und auch sozial. Außerdem hilft „Eigenständig werden“ den Jüngsten Kindern dabei, die Belastungen der Corona-Pandemie besser zu bewältigen.

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Schon vor der Corona-Pandemie gab es in Deutschland viele Kinder, die sich zu wenig bewegten und zu viele Kilos auf die Waage brachten. Faktoren, die zum Entstehen zahlreicher Krankheiten beitragen und auch als Risikofaktoren für Krebs gelten. In den vergangenen 18 Monaten trugen teilweise monatelanges Homeschooling, geschlossene Sportvereine und Spielplätze und fehlendes freies Spielen mit Gleichaltrigen verstärkt dazu bei, die gesundheitliche Situation zahlreicher Kinder weiter zu beeinträchtigen.

Eine Investition in die Zukunft

„Neben der Familie ist die Schule der wichtigste Ort für Kinder, um Lebens- und Gesundheitskompetenzen zu erlernen“, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Das Unterrichtsprogramm ‚Eigenständig werden‘ ist eine Investition in die Zukunft. Es unterstützt die Kinder dabei, eine gesunde Lebensweise zu erlernen – die sie bestenfalls auch als Erwachsene beibehalten. Das ist eine wichtige Voraussetzung, auch um das individuelle Krebsrisiko zu senken.“

Zusätzliche Belastungen durch die Pandemie

„Psychosomatische depressive Symptome und eine stark sinkende Lebenszufriedenheit im Kindes- und Jugendalter nehmen immer mehr zu. Um die durch die Corona-Pandemie entstandenen zusätzlichen Belastungen abzufedern, braucht es neben der Stabilisierung des Alltags vielfältige Angebote wie ‚Eigenständig werden‘, die das gesunde Aufwachsen unterstützen“, sagt Professor Reiner Hanewinkel, Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung in Kiel, der das Programm entwickelt hat. ‚Eigenständig werden‘ wird seit 2018 von speziell geschulten Lehrkräften und Schulsozialarbeitenden durchgeführt und von ihnen in den Unterricht integriert. Ein Netzwerk von Institutionen und Experten aus Gesundheitsförderung und Prävention führen die Fortbildungen annähernd im gesamten Bundesgebiet durch.

Mit Stress und Belastungen umgehen lernen

Von Anfang an mit dabei ist Kerstin Schnepel von der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. Sachsen: „’Eigenständig werden‘ ist fester Bestandteil unseres Fortbildungsangebots für Grund- und Förderschulen. Insbesondere die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig persönliche Fertigkeiten im Umgang mit Stress und Belastungen sind. Aber auch Kreativität und Beziehungsfähigkeit sind elementar – um den Anforderungen des Lebens gestärkt und zuversichtlich entgegenzutreten.“

Maßnahmen dem Alter der Kinder Anpassen

Die pädagogische Arbeit mit Kindern sollte spielerisch und dem jeweiligen Alter angemessen sein. In der Grundschule immer mit dabei ist daher „Jolli“ – sie ist die Handpuppe und Identifikationsfigur von „Eigenständig werden“. Katja Vopel, Schulsozialarbeiterin an der Grundschule „Bertolt Brecht“ in Nordhausen/Thüringen, berichtet über ihre erste Stunde mit dem Programm: „Jolli hatte an unserer Schule einen tollen Start. Die Kinder haben mit ihm unter dem Motto ‚Meine Gesundheit ist mir wichtig‘ einen spannenden Vormittag erlebt.

Spielerische Methoden helfen

Spielerisch erlangen sie mit abwechslungsreichen Methoden Wissen über ihren Körper, über Gefühle, Bewegung, Entspannung, Stressbewältigung und Kommunikation. Die Kinder haben begeistert mitgemacht und freuen sich schon auf die nächste Stunde – und auf Jolli!“

Lehrkräfte und Eltern erhalten nähere Informationen unter www.eigenstaendig-werden.de.

Die Deutsche Krebshilfe fördert das Programm „Eigenständig werden“ gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Weitere Informationen zu „Eigenständig werden“ erhalten Interessierte beim IFT-Nord, Harmsstr.2, 24114 Kiel, Telefon 0431/ 5702960, E-Mail: eigenstaendig-werden@ift-nord.de, Internet: www.eigenstaendig-werden.de.

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