Samstag, 13. August 2022
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Was brauchen junge Menschen jetzt?

Pädagogik und Medizin nehmen die aktuellen Fragen gemeinsam in den Blick

Waldorfpädagogen und Vertreter der ganzheitlichen Medizin diskutieren in Berlin mit Eltern darüber, was Kinder und Jugendliche jetzt brauchen. Und wie Erwachsene sie bestmöglich unterstützen.

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Wie geht es den Lehrern? Welche Anliegen haben die Eltern? Was schlagen Mediziner vor? Diesen Fragen gingen die Diskutanten der am Mittwoch in Berlin aufgezeichnete Podiumsdiskussion nach. Knapp 200 Zuschauer, überwiegend Pädagogen und Eltern, verfolgten das von Tanja Samrotzki moderierte Gespräch zwischen Ulrike Sievers, Miriam Rönn und Georg Soldner. 

Ulrike Sievers, Waldorflehrerin und Initiatorin der online-Weiterbildungsplattform e-learningwaldorf.de, rief zunächst ins Bewusstsein, dass Lehren in erster Linie Entwicklungsbegleitung ist und nicht reine Inhaltevermittlung. Georg Soldner, Kinderarzt und in mehreren Verbänden leitend tätig, führte aus, dass sich die Erwachsenen der Verantwortung stellen müssten, dass Kinder immer die Haltung und Gefühle ihres Gegenübers ausloteten und unmittelbar miterlebten. Die jungen Menschen bräuchten stärkende Beziehungen und sollten Mut und Zuversicht, nicht Angst und Zwietracht erfahren, wie sie gegenwärtig vielfach anzutreffen sei. Miriam Rönn, Mutter einer 15-jährigen Tochter an einer Waldorfschule, berichtete von eigenen positiven Erlebnissen hinsichtlich der schulischen Entwicklung im Fernunterricht, benannte aber auch die vielen Hürden, die es dabei zu meistern gilt. 

Aus dem Publikum gefragt, was jetzt, da die Schulen schrittweise wieder öffnen, oberste Priorität habe, waren sich die Teilnehmer darin einig, dass – abgesehen von Prüfungsjahrgängen – das Aufholen von Stoff nicht die ausschlaggebende Herausforderung der Gegenwart sei. Entscheidend sei jetzt vielmehr, als Lehrer:in zu wahrzunehmen, wie sich die Schüler:innen in den vergangenen Monaten entwickelt haben. Gemeinsame Erlebnisse seien das Gebot der Stunde, beispielsweise durch kreative, künstlerische Aktivitäten. 

Wie notwendig die enge Zusammenarbeit von Pädagogik und Medizin zur Bewältigung der Pandemiefolgen für die jungen Menschen ist, zeigten zahlreiche Fragen aus dem Publikum, die sich neben praktisch-pädagogischen Gesichtspunkten vor allem um gesundheitspolitische Maßnahmen drehten. Die Organisatoren „Bund der Freien Waldorfschulen“ und der Patientenverband „Gesundheit aktiv“ zeigten sich zufrieden und sehen die Podiumsdiskussion als Auftakt für weitere pädagogisch-medizinische Gespräche in diesem Format. 

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