Sonntag, 5. Dezember 2021
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E-Autos: Das Ding mit dem Löschen

Täglich brennen in Deutschland durchschnittlich etwa 40 Autos, darunter Benziner, Diesel und E-Autos. Die Feuerwehren rücken dann jeweils aus und löschen die Brände. Allerdings fühlen sie sich besonders von den Herstellern von Elektrofahrzeugen im Stich gelassen. Und das hat nicht etwa mit dem Brandrisiko von E-Autos zu tun, das nicht höher als das von Benzinern ist.

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Der Vorsitzende des Fachausschusses „Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz“ der deutschen Feuerwehren, Peter Bachmeier sagte dem SPIEGEL, Zitat (1): „Ein normales Auto löscht man in einer Viertelstunde ab und braucht dafür 500 Liter Wasser. Beim E-Auto ist die Feuerwehr hingegen oft zwei bis drei Stunden beschäftigt und braucht 10.000 Liter Wasser.“ Das Löschen eines E-Autos ist also langwieriger und sehr viel teurer. Und die Batterie muss nach dem Brand 72 Stunden lang weiter unter Beobachtung stehen, da sie erneut Feuer fangen könnte.

Bachmeier fordert, dass sich die Elektrofahrzeughersteller daher stärker um die Unfallwagen kümmern sollten. Sie werden ihrer Verantwortung gerecht, wenn eine Spezialistentruppe bereitgehalten wird, die die Unfallwagen direkt nach dem Vorfall übernimmt. Die Feuerwehr hat in der Gesellschaft vielfältige Aufgaben und muss in der Lage sein, schnell wieder einsatzbereit zu sein. Das dreitägige „Babysitten“ von entzündlichen Batterien sollte nicht Aufgabe der öffentlichen Feuerwehren sein. Bachmeier wünscht sich auch, dass die Hersteller von E-Autos die hohen Kosten für die teure Spezialausrüstung der Abschleppfirmen übernehmen.

Dieser Artikel ist ein Teil der Folge 69 der Klimaschau von Dr. Sebastian Lüning. Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Weitere Themen im Video: Unbeobachtete Hurrikane, Wunderwaffe „Direct Air Capture“

Quellenverzeichnis
(1) Spiegel: https://www.spiegel.de/auto/elektroauto-braende-feuerwehrverband-verlangt-hilfe-von-konzernen-a-2fb11dff-0002-0001-0000-000178959720

Weitere nützliche Links:
Golem: https://www.golem.de/news/braende-von-elektroautos-feuerwehren-fordern-spezialhilfe-von-autoherstellern-2108-159209.html
Welt: https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article233326471/Brandgefahr-E-Auto-Die-wahre-Risiko-ist-das-Loeschen-des-Feuers.html
SZ: https://www.sueddeutsche.de/geld/feuerwehreinsatz-wer-zahlt-wenn-s-brennt-1.2800722
Deutscher Feuerwehrverband: https://www.feuerwehrverband.de/fachliches/fb/fa-vbg/

Dr. Sebastian Lüninghttp://www.luening.info/
Dr. Sebastian Lüning ist habilitierter Geowissenschafler und publiziert regelmäßig in klimawissenschaftlichen Fachzeitschriften. Als Gutachter wirkte er an den IPCC-Berichten SR15, SROCC und AR6 mit. Zusammen mit Fritz Vahrenholt schrieb er die Bücher „Unerwünschte Wahrheiten: Was Sie über den Klimawandel wissen sollten“ und „Unanfechtbar: Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutz im Faktencheck”. Auf Youtube präsentiert Lüning zweimal wöchentlich die Nachrichtensendung „Klimaschau“.

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