Samstag, 29. Januar 2022
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Werden Privat-PKW in Zukunft verboten?

Die Visionen des Umweltbundesamtes von der Stadt der Zukunft

Das Umweltbundesamt (UBA) ist die zentrale Umweltbehörde der Bundesrepublik Deutschland. In einem Internetartikel macht sich das UBA Gedanken zur umweltoptimierten Stadt der Zukunft. Die Behörde skizziert ihr Idealbild wie folgt, Zitat:

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„In der Stadt fahren deutlich weniger Autos als heute, die effizient genutzt werden, weniger Fläche beanspruchen und überall mit regenerativem Strom aufgeladen werden können. Als Ziel gilt ein Motorisierungsgrad von maximal 150 zugelassene Pkw pro 1000 Einwohner inklusive Carsharing und Taxifahrzeugen.

Das Stadtauto der Zukunft ist klein, leise, elektrisch, wird von mehreren geteilt und fährt eventuell autonom. Der eigene Privat-Pkw spielt eine nachgeordnete Rolle im Stadtverkehr. Im öffentlichen Raum parken nahezu keine privaten Autos mehr; ein konsequentes Parkraummanagement macht Parken in den Städten teurer.

Rückbau der autogerechten Stadt

Die Flächenbelegung für ruhenden motorisierten Individualverkehr am Straßenrand und auf Wohngrundstücken beträgt maximal 1,5 m2 pro Einwohner. Regelgeschwindigkeit Tempo 30 gilt auf Straßen in der Stadt. Wege in der Stadt sind zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖV sicher, flexibel, komfortabel, zeit- und kostensparend zu bewältigen. Die „Vision Zero“ wird Realität (keine Verkehrstoten und deutlich weniger Schwerverletzte, fehlertolerante Infrastruktur in Städten). Das Verkehrssystem ermöglicht eine altersgerechte Mobilität ohne eigenen Pkw, z. B. durch Begleitdienste oder technische Mobilitätshilfen.

Reparatur- und Tauschläden vor Ort vermeiden Neuanschaffungen in kurzer Taktung und sparen damit Transporte und Ressourcen ein. Zugang zu bezahlbarem Wohnen wird erleichtert; eine räumliche Trennung von Arm und Reich wird vermieden. Gemeinschaftlich genutzte Räume (z.B. Waschhaus, Werkstätten) reduzieren den Wohnflächenbedarf pro Kopf und den Ressourcenverbrauch und verbessern das Zusammenleben.

Die Innenstädte werden baulich attraktiv nachverdichtet, zum Beispiel durch Nutzung von Baulücken, unbebauten Hinterhöfen oder überflüssigen Parkplätzen.“ Zitat Ende.

Dieser Artikel ist ein Teil der Folge 78 der Klimaschau von Dr. Sebastian Lüning. Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Weitere Themen im Video: Unabhängig mit selbt produziertem Strom, Überraschendes Grönlandeins

Links:
UBA-Visionen: https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/nachhaltige-mobilitaet/die-stadt-fuer-morgen-die-vision#treibhausgasneutral

Dr. Sebastian Lüninghttp://www.luening.info/
Dr. Sebastian Lüning ist habilitierter Geowissenschafler und publiziert regelmäßig in klimawissenschaftlichen Fachzeitschriften. Als Gutachter wirkte er an den IPCC-Berichten SR15, SROCC und AR6 mit. Zusammen mit Fritz Vahrenholt schrieb er die Bücher „Unerwünschte Wahrheiten: Was Sie über den Klimawandel wissen sollten“ und „Unanfechtbar: Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutz im Faktencheck”. Auf Youtube präsentiert Lüning zweimal wöchentlich die Nachrichtensendung „Klimaschau“.

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