Freitag, 12. August 2022
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Deutscher Lehrerverband will personenbezogene Daten von Schülern an Microsoft weitergeben

Mehrere Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichteten jüngst von den Befürchtungen des Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, sowie des amtierenden saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU), durch die Einhaltung des europäischen Datenschutzrechtes die Digitalisierung von Schulen zu gefährden. Die aktuelle Debatte der Länder darüber, die Verwendung von Videokonferenzsystemen, die nicht der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) entsprechen, zu verbieten, schürt laut Meidinger die Sorge vor einer grundsätzlichen Gefährdung des Bildungsauftrags.

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Datenschutz und Distanzunterricht sind kein Widerspruch

Hierbei wird abermals übersehen, dass abseits der Produkte aus dem Silicon Valley – wie Microsoft Teams, Zoom, Google Meet oder Cisco WebEx – durchaus leistungsfähige Alternativen aus deutscher Entwicklung existieren, wie die DSGVO-konforme Videokonferenzlösung alfaview®, die jüngst von der Berliner Datenschutzbehörde mit vier grünen Ampeln für maximalen Datenschutz ausgezeichnet wurde. Bei dem Bildungsunternehmen alfatraining ist die Software seit mittlerweile elf Jahren dauerhaft erfolgreich im Einsatz. Inzwischen verwenden zahlreiche Schulen und Hochschulen, aber auch Unternehmen, Städte, Gemeinden und das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst alfaview® und demonstrieren so, dass Datenschutz und Digitalisierung nicht im Widerspruch zueinander stehen müssen. Der Schutz personenbezogener Daten muss weiterhin ernst genommen werden, genauso wie die Digitalisierung des Bildungssystems. Beides kann nur gelingen, wenn sich Politiker, Bildungsakteure und die IT-Berater der Kultusministerien endlich von der Fixierung auf US-amerikanische Produkte lösen.

Browserbasierte Videoplattformen sind keine Lösung

Auch die Empfehlung, flächendeckend browserbasierte (WebRTC) Videoplattformen (z.B. BigBlueButton oder Jitsi Meet) selbst aufzusetzen, ist absurd und vergleichbar mit der Aufforderung, Schuhe nicht mehr zum Schuhmacher zu bringen, sondern sie selbst zu reparieren. Abgesehen von dem damit verbundenen enormen zeitlichen und technischen Aufwand für die einzelnen Institutionen, können browserbasierte Systeme technologiebedingt nicht die Qualität app-basierter Systeme erbringen. Sie sind also für den Gebrauch in der Praxis nur bedingt zufriedenstellend.

Zutrauen in digitale Technologien aus dem eigenen Land muss wachsen

Und auch Tobias Hans empfindet den Datenschutz als Hemmnis für einen erfolgreichen Distanzunterricht – eine Einstellung, die völlig grotesk, wenn nicht sogar gefährlich ist: Sie legt einen leichtfertigen Umgang mit personenbezogenen Daten von Millionen von Schülern nahe. Meidinger argumentiert, Lehrern hätten sich an die Nutzung US-amerikanischer Software gewöhnt und geeignete Alternativen stünden ohnehin nicht zur Verfügung.

Niko Fostiropoulos, Geschäftsführer von alfatraining, kritisiert diese Aussage: „Von Schülerinnen und Schülern erwarten wir lebenslanges Lernen, trauen wir dem Lehrpersonal das nicht zu? Wir unterrichten bei alfatraining täglich erfolgreich mehr als 3000 Lernende digital in Vollzeit mit unserer DSGVO-konformen Videokonferenzsoftware alfaview®. Gerne bieten wir Qualifizierungsmaßnahmen für Lehrerinnen und Lehrer im Umgang mit der digitalen Kommunikation an.“

DSGVO-konformer Distanzunterricht mit alfaview®. Deutscher Lehrerverband will personenbezogene Daten von Schüler*innen ohne Not an US-Konzern Microsoft weitergeben (Bild: © alfaview GmbH)

Mit alfaview® existiert seit Jahren eine App, die in Deutschland entwickelt und gehostet wird und sowohl in puncto Stabilität als auch hinsichtlich der Leistungsfähigkeit den US-amerikanischen Produkten in nichts nachsteht. Der Unterricht kann mithilfe der Software eins zu eins wie in der Schule live und lippensynchron umgesetzt werden. Lehrende und Lernende können sich sehen, miteinander sprechen und ihren Bildschirm teilen. alfaview® läuft dabei stabil und ohne Abbrüche – bei einer Standard-Internet-Bandbreite.

Es braucht jetzt Mut, Offenheit und Zutrauen in digitale Technologien aus dem eigenen Land. Im Sinne der demokratischen Vielfalt muss man den Blick von der Software aus dem Silicon Valley lösen, um zu erkennen, dass hier leistungsfähige Produkte, die technischen und datenschutzrechtlichen Ansprüchen gleichermaßen genügen, bereits vorhanden und weltweit erfolgreich im Einsatz sind.

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