Sonntag, 29. Mai 2022
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Umfrage: Große Mehrheit sieht keine Spaltung der Gesellschaft

Für 63 Prozent sind soziale Medien für Härte der Corona-Auseinandersetzung verantwortlich

Im Zusammenhang mit den Diskussionen rund um die Corona-Maßnahmen wird zuletzt häufiger von einer „Spaltung“ der Gesellschaft gesprochen. Doch wie gespalten ist Deutschland? Laut einer aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag von stern TV bei RTL ist nur ein Fünftel (20%) der Bundesbürger der Ansicht, dass die Gesellschaft hinsichtlich der Debatte um den richtigen Umgang mit der Corona-Pandemie in zwei annähernd gleich große Lager gespalten ist. Die große Mehrheit (78%) der Befragten ist hingegen der Meinung, dass es sich bei den Gegnern der Impfungen und der Corona-Maßnahmen um eine kleine Minderheit handelt, während die große Mehrheit Impfungen und Corona-Maßnahmen weitgehend unterstütze. Dass die Gesellschaft hinsichtlich der Debatte um den richtigen Umgang mit der Corona-Pandemie in zwei annähernd gleich große Lager gespalten ist, meinen mehrheitlich nur die AfD-Anhänger (79%).

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Fast zwei Drittel (63%) glauben, dass die sozialen Medien (z.B. YouTube, Facebook oder Instagram) hauptsächlich die Verantwortung dafür tragen, dass sich die Befürworter und Gegner von Impfungen und Corona-Maßnahmen derzeit so erbittert gegenüberstehen. Die Hälfte der Befragten (51%) meint, dass dafür hauptsächlich die Gegner der Impfungen und der Corona-Maßnahmen verantwortlich sind. Jeweils knapp die Hälfte der Befragten sieht in erster Linie die Politik (47%) bzw. die „klassischen“ Medien wie Zeitungen, Magazine oder Fernsehen (45%) in der Verantwortung. Nur sehr wenige (6%) glauben, dass hauptsächlich die Befürworter der Impfungen und Corona-Maßnahmen die Verantwortung für die Härte der Auseinandersetzung tragen.

Anhänger der AfD sehen die Verantwortung dafür deutlich seltener bei den Gegnern der Impfungen und der Corona-Maßnahmen (7%) sowie bei den sozialen Medien (31%) als der Durchschnitt der Bundesbürger. Überdurchschnittlich häufig sehen die AfD-Anhänger hingegen die Politik (89%) und die „klassischen“ Medien (79%) in der Verantwortung. Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich.

54 Prozent meinen, Corona-Gegner werden in Medien und Politik zu viel berücksichtigt

Über die Hälfte der Bundesbürger (54%) meint, dass sich Medien und Politik zu viel mit den Meinungen der Gegner der Corona-Maßnahmen und der Impfungen beschäftigen. 19 Prozent halten den Umgang von Medien und Politik mit den Gegnern der Maßnahmen für gerade richtig. Dass sich Medien und Politik zu wenig mit den Meinungen der Gegner der Corona- Maßnahmen und der Impfungen auseinandersetzen, glauben 20 Prozent aller Bundesbürger und 51 Prozent der AfD-Anhänger.

Große Mehrheit hält die aktuellen Corona-Maßnahmen für angemessen bzw. nicht weitgehend genug 

Eine große Mehrheit der Bundesbürger (76%) hält die derzeit geltenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie für angemessen (44%) oder ist sogar der Meinung, die Maßnahmen gingen nicht weit genug (32%). Lediglich 22 Prozent sind der Meinung, die geltenden Maßnahmen gingen zu weit. Dass die Maßnahmen zu weit gehen, meinen etwas überdurchschnittlich häufig die Ostdeutschen (37%) und die Anhänger der FDP (35%) sowie mehrheitlich die AfD-Anhänger (86%).

Nur 20 Prozent der geimpften Bürgerinnen und Bürger haben Verständnis dafür, dass sich viele Menschen in Deutschland noch immer nicht gegen Corona haben impfen lassen. Eine große Mehrheit von 78 Prozent der Geimpften hat dafür hingegen kein Verständnis. Verständnis für Ungeimpfte äußern mehrheitlich nur die geimpften AfD-Anhänger (80%).

Trotz der bereits bestehenden besonderen Beschränkungen für Ungeimpfte meinen 53 Prozent der Geimpften, dass es weitere Einschränkungen und Strafen für Personen geben sollte, die sich nicht impfen lassen. 43 Prozent sind der Ansicht, dass die bisherigen Einschränkungen ausreichen. Gegen weitere Beschränkungen und Sanktionen für Ungeimpfte sprechen sich mehrheitlich die Ostdeutschen (57%), die FDP-Anhänger (57%), die Anhänger der Linke (62%) und die Anhänger der AfD (68%) unter den Geimpften aus.

53 Prozent erwarten Schaden für Gesellschaft nach der Pandemie

39 Prozent der Bundesbürger glauben, dass sich nach einem Ende der Corona-Pandemie die Befürworter und Gegner von Impfungen und Corona-Maßnahmen in Deutschland wieder miteinander versöhnen werden. 53 Prozent vermuten, dass das gesellschaftliche Miteinander langfristig beschädigt sein wird.

64 Prozent halten die Demokratie in Deutschland für nicht gefährdet

Ein Drittel (33%) der Befragten hält die Demokratie in Deutschland aktuell für gefährdet. Zwei Drittel (64%) halten die Demokratie nicht für gefährdet. Dass die Demokratie in Deutschland gefährdet ist, glaubt eine knappe Mehrheit der Ostdeutschen (53%) und eine große Mehrheit der AfD-Anhänger (76%). Eine große Mehrheit der Anhänger aller anderen Parteien sieht die Demokratie hingegen aktuell nicht gefährdet.

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