Samstag, 29. Januar 2022
- Anzeige -
StartGesellschaftWie viel Digitalpolitik steckt in den Wahlprogrammen?

Wie viel Digitalpolitik steckt in den Wahlprogrammen?

Der Wahlkompass Digitales zeigt die digitalen Ziele der Parteien

Von Gesundheitsapps über Homeoffice und Distanzunterricht bei Schulschließung: die Digitalisierungsstrategie der zukünftigen Regierung muss sitzen! Doch wie positionieren sich die Parteien in digitalpolitischen Fragen bei der Bundestagswahl 2021? Wie konkret sind ihre Vorstellungen und dringend nötige Visionen für eine neue Legislatur?

- Anzeige -

Für mehr Durchsicht hat das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) zusammen mit dem Leibniz-Zentrum für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI) den Wahlkompass Digitales erstellt. Mit ihm können Wähler ab heute mit wenigen Klicks die Wahlprogramme nach einer Vielzahl an Themen, wie beispielsweise Schulbildung, E-Health, Informationsfreiheit, Datensouveränität oder digitale Infrastruktur miteinander vergleichen.

„Nach anderthalb Jahren, in denen das Leben für einen größeren Teil der Bevölkerung maßgeblich digital verbracht wurde, sollten Digitalisierungsthemen eine zentrale Rolle spielen”, sagt Moritz Timm, Koordinator des Projekts, „Beobachten können wir mindestens eine Zunahme im Detailgrad der vorgeschlagenen Politiken”. Timm kommentiert weiter: „Mit dem Wahlkompass Digitales versuchen wir, mehr Transparenz im Wahlkampf zu schaffen und die kritische Auseinandersetzung mit den Positionen der aussichtsreichen Parteien zu digitalpolitischen Bereichen zu erleichtern.“

Konkret hat das HIIG-Forschungsteam die Programme von CDU/CSU, SPD, DIE LINKE, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und AfD auf deren Stellungnahmen zu Digitalpolitik in den Bereichen Arbeit und Wirtschaft, Bildung und Forschung, Infrastruktur, Medien & Internet, Sicherheit, Gesundheit und Soziales sowie Verwaltung untersucht. Die Forscher haben dafür den relevanten Textstellen Schlagworte zugeordnet, die jetzt leicht gefunden und verglichen werden können.

„Besonders auffällig ist, dass alle Parteien zwischen eher konservativen Forderungen und Hypes hin- und herpendeln. Neben dem Internetzugang im ländlichen Raum und der Rechnerausstattung in Schulen stehen dann plötzlich autonomes Fahren, Hyperloop oder Flugtaxis“, erläutert HIIG-Forscher Jörg Pohle. Nach ihm sind sich die Parteien in den Wahlprogrammen zudem einig, dass es an grundlegender Infrastruktur fehlt, um Digitalisierung überhaupt möglich zu machen. Er kommentiert dazu: “Obwohl ihr Ausbau eigentlich seit Jahrzehnten durch die Bundespolitik in Deutschland gefordert und gefördert wird, sind konkrete Ansätze, die sich von einem ‚weiter so‘ unterscheiden, rar.“

Hier geht es direkt zum Wahlkompas: https://wahlkompass-digitales.de

Newsletter abonnieren

Sie wollen als Erstes wissen, was es Neues gibt in der Welt von „die epoche“? Viele unserer Leser halten sich bereits mit unserem Newsletter auf dem Laufenden. Sie erhalten die wichtigsten News direkt und kostenlos in Ihr Postfach.

*Sie können sich jederzeit durch einen Mausklick wieder abmelden
Das könnte Sie auch interessieren

Hinterlassen Sie eine Antwort:

Gib deinen Kommentar ein
Bitte gib deinen Namen hier ein

- Anzeige -

Beliebteste Artikel

Letzte Kommentare