Samstag, 13. August 2022
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Warnung: gesundheitsgefährdende Futter- und Lebensmittel

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Im vergangenen Jahr standen unter anderem Gelee-Süßwaren, sogenannte „Jelly Cups“, im Fokus der europäischen Kontrollbehörden. Auch Meldungen zu Salmonellen in Hundekauartikeln wurden über das Europäische Schnellwarnsystem RASFF geteilt, so das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

Über das Europäische Schnellwarnsystem RASFF tauschen sich die EU-Mitgliedstaaten zu potenziell gesundheitsgefährdenden Lebensmitteln, Futtermitteln und Lebensmittelkontaktmaterialien aus. 2020 wurden über 3.800 Original- und mehr als 11.000 Folgemeldungen über das Behördennetzwerk geteilt. Der häufigste Warnungsgrund waren im vergangenen Jahr Rückstände von Ethylenoxid in Sesamsamen aus Indien. Dementsprechend war Indien das meist genannte Herkunftsland im RASFF, „Nüsse, Nussprodukte und Samen“ war die am häufigsten gemeldete Produktkategorie und Pflanzenschutzmittelrückstände die Gefahr, vor der am häufigsten gewarnt wurde.

Erstickungsgefahr durch Jelly Cups

Seit Jahren werden sogenannte Jelly Cups, die meist in Asien hergestellt werden, in bunt bedruckten, kindgerechten Verpackungen auch in Europa zum Verkauf angeboten. Diese enthalten häufig Zusatzstoffe wie Natriumalginat (E401), Carrageen (E410), Johannisbrotkernmehl (E410) oder Konjak (E425). In der EU sind diese Stoffe für Gelee-Süßwaren in Minibechern jedoch verboten, da die resultierende Konsistenz und die Darreichungsform ein hohes Erstickungsrisiko, v.a. für Kinder und ältere Menschen, bergen. Allein im Jahr 2020 wurden zwölf Schnellwarnmeldungen zu dieser Thematik erstellt. In deren Folge wurden europaweit umfangreiche Rückrufaktionen eingeleitet, in Deutschland auch über das Internetportal www.lebensmittelwarnung.de.

Salmonellen in Hundekauartikeln – eine Gefahr auch für Tierbesitzer

Über das RASFF werden auch Meldungen zu risikobehafteten Futtermitteln ausgetauscht. 2020 wurden acht RASFF-Meldungen zu Salmonellen in Hundekauartikeln von den deutschen Überwachungsbehörden übermittelt. Besonders brisant dabei: Die Gefahr für die Tiere, durch den Kauartikel an einer tödlichen Salmonellose zu erkranken, ist relativ gering. Für den Hundebesitzer hingegen stellt der unmittelbare Kontakt beim Verfüttern des Kauartikels und die Verbreitung der Krankheitserreger durch das Tier allerdings ein nicht zu vernachlässigendes Infektionsrisiko dar.

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