Sonntag, 5. Dezember 2021
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Keine Chance dem Krebs

Experten des Klinikums Nürnberg mahnen zur regelmäßigen Vorsorge

Eine aktuelle Umfrage der AOK Bayern belegt: Seit der Corona-Pandemie gehen noch weniger Menschen zur Krebsvorsorge als zuvor. Alarmierend – befinden Experten des Klinikums Nürnberg. Anlässlich des Weltpankreaskrebstags am 18. November appellieren Experten des zertifizierten Viszeralonkologischen Zentrums unter dem Motto „Keine Chance dem Krebs“ zur regelmäßigen Vorsorge. Eine für den 20. November geplante Patienteninformationsveranstaltung musste angesichts der aktuellen Corona-Lage abgesagt werden.

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„Bauchspeicheldrüsenkrebs zählt zu den besonders heimtückischen Krebserkrankungen“, erklärt Prof. Dr. Stefan Knop, seit kurzem Ärztlicher Leiter der Medizinischen Klinik 5 mit dem Schwerpunkt Hämatologie/Onkologie. „Weil der Körper die Tumorzellen in vielen Fällen erst mal nicht als solche erkennt, kann das Pankreaskarzinom im Geheimen schnell wachsen und streuen. Oft ist der Tumor bei der Diagnose dann schon sehr weit entwickelt, sodass die Behandlung zu spät greift“, so Knop weiter. Der Vorsorge und Früherkennung komme gerade beim Bauchspeicheldrüsenkrebs eine besondere Rolle zu.

Je früher die Diagnose, desto besser die Heilungschancen von Krebs

Um das Bewusstsein dafür zu schärfen, wurde vor acht Jahren der Weltpankreaskrebstag ins Leben gerufen. Seitdem finden jedes Jahr im November rund um den Erdball Infoveranstaltungen statt. „Wir unterstützen die Aktion sehr gerne, auch wenn wir coronabedingt unsere geplante Patientenveranstaltung im Marmorsaal des Presse-Clubs Nürnberg kurzfristig absagen müssen“, so Prof. Dr. Hubert Stein, Ärztlicher Leiter der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie.

„Jetzt möchten wir die Chance nutzen, auf die Dringlichkeit von Vorsorgeuntersuchungen hinzuweisen. Viele Tumorerkrankungen der Verdauungsorgane sind heilbar, wenn sie früh genug entdeckt werden.“
Diesem Appell schließt sich Prof. Dr. Alexander Dechȇne, Ärztlicher Leiter der Medizinischen Klinik 6, Schwerpunkt Gastroenterologie, an. „Zum Thema Leberkrebs etwa gibt es interessante Entwicklungen sowohl bei der System- als auch der Lokaltherapie, die wir bei unseren Patienten erfolgreich einsetzen. Wir kennen viele Möglichkeiten, das Leben der Krebskranken zu verlängern. Entscheidend ist aber auch hier: Je früher wir eine Diagnose stellen, desto besser sind die Heilungschancen.“

Größte Anlaufstelle Bayerns für Patienten mit Tumoren im Verdauungstrakt

Am Viszeralonkologischen Zentrum Nürnberg unter Leitung von Prof. Dr. Hubert Stein arbeiten Spezialisten aus verschiedenen Fachbereichen Hand in Hand zusammen. Das von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Zentrum umfasst die Teilbereiche Darmkrebs, Pankreastumore, Tumore von Magen und Speiseröhre sowie Lebertumore. Jedes Jahr werden hier mehrere tausend Patienten stationär und ambulant mit Bauchspeicheldrüsen- und Leberkrebs, Darmkrebs sowie Tumoren in Speiseröhre und Magen behandelt.

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