Sonntag, 5. Dezember 2021
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Anthroposophische Meditation

Was ist Anthroposophische Meditation und wie unterscheidet sie sich von anderen Meditations-Arten? Generell bezeichnet Meditation Geistesübungen mit traditioneller Herkunft. Seit dem 20. Jahrhundert wird sie zunehmend auch in der westlichen Welt praktiziert und der Begriff „Meditation“ ist inzwischen Teil unseres Alltags. Ein wesentliches Element meditativer Techniken ist das bewusste Steuern der Aufmerksamkeit, aber der Begriff „Meditation“ steht auch oft für in die Tiefe gehendes Nachdenken. Das Üben von Meditation hat in erster Linie zum Ziel, nachhaltige positive Veränderungen im Denken, Fühlen und Erleben zu bewirken und die Trennung des sich als Subjekt erlebenden MenschAnthroposophische Meditationen von einer als Objekt erfahrenen Welt zu überwinden.

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Sowohl in der Medizin als auch in der Psychologie spielt Meditation inzwischen eine große Rolle. Sie wurde im Laufe der letzten Jahre ein fester Bestandteil des klassischen Work-Live-Balance-Ansatzes. Sie findet immer mehr Anhänger und steht für Entschleunigung, Selbstbesinnung und Stressbewältigung.

Im religiösen Kontext wird sie aber auch dazu verwendet, zu spezifischen religiös definierten Einsichten und Zuständen zu führen. Sie ist somit ein zentrales Element in verschiedenen religiösen Traditionen.

Anthroposophische Meditation und die Anthroposophie ist keine Glaubenslehre

Neben der buddhistischen und der christlichen Meditations-Tradition gibt es auch die traditionelle Anthroposophische Meditation. Die Anthroposophie und damit auch der Meditationsansatz ist allerdings keine Glaubenslehre. Denn Sie nutzt die gleichen Erkenntnisprinzipien wie die Naturwissenschaft: Beobachtung und Denken. Anthroposophie greift in viele Bereiche unseres Lebens: Erziehung, Medizin, Landwirtschaft, Heilpädagogik, Kunst, Architektur, Wirtschaft usw.

Ganz allgemein gibt es vielfältigen Meditations-Techniken – sie unterscheiden sich je nach Herkunft und insgesamt gibt es über 50 unterschiedliche Ansätze.

Die Anthroposophische Meditation nimmt eine zentrale Rolle in der Anthroposophie ein. Rudolf Steiner (1861–1925) beschreibt in seinem Werk verschiedene Techniken der Meditation als Selbstvertiefung und -verstärkung des Denkens. Diese Meditationstechnik kann der Konzentrationsmeditation zugeordnet werden. Die anthroposophische Meditation ist allerdings außerhalb anthroposophischer Kreise wenig bekannt.

Durch Übung, Konzentration und Verstärkung des Vorstellens wird es möglich, vielfältige Kräfte zu erleben. Es geht um die Beziehungen zwischen Mensch und Welt.

Der Blick nach Innen und Außen

Anders als östlich geprägte Ansätze der Meditation richtet die Anthroposophische Meditation den Blick auch forschend in die Umwelt, sie gilt als eine Art Werdens-Meditation.

Positive wie negative Aspekte der eigenen Persönlichkeit werden beleuchtet und stellt einen Ausgangspunkt zu ihrer Veränderung dar. Wir erhalten Einsichten in das Leben und das innere Wesen des Menschen und der Natur und beleuchten alltägliche Themen die uns beschäftigen.

Die Ansätze und Techniken der Meditation sind komplex und ein Grundverständnis der Anthroposophie kann hier sinnvoll sein. Sichtweisen und Schwerpunkte unterscheiden sich je nach Lehrer oder Anleitung. Häufig wird von einem Gegenstand, einem Objekt oder einem Text als Basis ausgegangen, um von der Konzentration über die Besinnung zur Meditation zu gelangen.

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