Freitag, 28. Januar 2022
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Erstes Beuys Handbuch – 100 Jahre Beuys: Leben, Werk und Wirkung

Joseph Beuys gilt als der wichtigste und provokanteste deutsche Künstler der Nachkriegszeit und zählt auch weltweit zu den bedeutendsten Kunstschaffenden des 20. Jahrhunderts. Zu seinem 100. Geburtstag ist jetzt mit dem Joseph Beuys-Handbuch das erste umfassende Nachschlagewerk zu Leben, Werk und Wirkung des Universalisten erschienen, das die beiden Herausgeber Timo Skrandies und Bettina Paust heute in einem Pressegespräch im Haus der Universität in Düsseldorf vorgestellt haben.

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Joseph Beuys war nicht nur bildender Künstler, sondern auch Intellektueller, Sozialtheoretiker, politischer Aktivist, Naturforscher und Kunsttheoretiker – sowie eine der zentralen Figuren im Kulturbereich der Bonner Republik. Seine „Erweiterung des Kunstbegriffs“ als neues Gesellschaftsmodell im Sinne seiner „Sozialen Plastik“ propagiert die Idee der Verschmelzung von Kunst und Leben. „Man könnte meinen, über Joseph Beuys sei schon alles gesagt worden – von ihm selbst, seinen Zeitgenossinnen und -genossen und all jenen, die sich mit Person, Werk und Wirken beschäftigen“, schreiben Timo Skrandies und Bettina Paust im Vorwort ihres Handbuchs. Schließlich erschienen jährlich weltweit zahlreiche wissenschaftliche Publikationen, Ausstellungskataloge, populäre Veröffentlichungen sowie journalistische Beiträge. Doch trotz der überbordenden Literatur zu Beuys existiert bis heute kein umfassendes Kompendium zu Person, Werk und Wirkung, so die Herausgeber weiter: „Diese Lücke schließt unser Handbuch jetzt passend im Jubiläumsjahr zum 100. Geburtstag von Beuys.“ 

Das Handbuch bietet eine systematische Darstellung von Beuys‘ interdisziplinärem Denken und systemüberschreitendem Handeln. Es stellt Leben und Werk sowie deren Wirkung in vielfältigen Zusammenhängen dar und bietet nicht nur kultur- und kunstwissenschaftliche Zugänge zu seinem Werk. Ergänzend werden sowohl Mechanismen zur Etablierung des Beuysschen Werks als auch dessen impulsgebende Wirkung auf die zeitgenössische Kunst sowie gesellschaftsrelevante Themen untersucht. Es ist nicht nur ein unverzichtbares Nachschlagewerk für Beuys-Kenner, sondern auch ein informatives Lesebuch für all diejenigen, die sich dem Beuys-Kosmos erstmals nähern möchten. Zudem verweisen viele der Beiträge auf neue Forschungsthemen, sodass das Handbuch der interdisziplinären Beuys-Forschung ab dem Jubiläumsjahr 2021 als Wissens- und Orientierungsgrundlage dient und zu weiterer wissenschaftlicher Forschung anregt. „Wir vermitteln dabei kein bestimmtes Beuys-Bild und erschaffen auch kein neues. Vielmehr beleuchten die Beiträge unserer Autorinnen und Autoren einen Künstler und sein Werk aus verschiedenen Blickwinkeln, der das Verständnis von Kunst auf die Kreativität und Verantwortung des Menschen für eine humane und nachhaltige Gesellschaft erweitert und geformt hat“, resümieren Skrandies und Paust.

Herausgeber:
Prof. Dr. Timo Skrandies ist Professor am Institut für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Dr. Bettina Paust ist Leiterin des Kulturbüros der Stadt Wuppertal und ehem. Künstlerische Direktorin der Stiftung Museum Schloss Moyland.

Gefördert durch:
Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Kunststiftung NRW

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