Sonntag, 5. Dezember 2021
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La nuit étoilée – Die Sternennacht

Die Sternennacht ist wohl eines der bekanntsten Gemälde des niederländischen Künstlers Vincent van Gogh. Im Stil des Post-Impressionismus mit Ölfarben auf Leinwand gemalt. Die Sternennacht zählt zu seinen Hauptwerken und ist zugleich eines der seltsamsten die er je gemalt hat. Wer dem Bild persönlich seine Aufwartung machen möchte, muss nach New York City. Dort wird das Kunstwerk im Museum of Modern Art seit 1941 unter dem Titel „The Starry Night“ gezeigt.

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Entstehungsgeschichte

Es ist nur wenig über die Gründe bekannt, die den Maler zu diesem Bild veranlasst haben. In einem Brief an seinen Bruder Theo (Nr. 595) wird die Sternennacht direkt erwähnt. Van Gogh beklagt einerseits, wie unzufrieden er mit der Bildkomposition und der Übertreibung sei, zeigt sich andererseits angesichts des Blau im Bild versöhnlich.

Da er sich zur Entstehungszeit des Bildes in der Nervenheilanstalt Saint-Paul-de-Mausole befand und das Gebäude nur in Begleitung verlassen durfte, ist das Bild wahrscheinlich aus der Erinnerung im Atelier und nicht in der Natur entstanden. Die teilweise als Vorarbeit betrachtete Zeichnung Sternennacht (ehemals Kunsthalle Bremen) ist erst nach dem Gemälde in der Zeit zwischen dem 25. Juni und 2. Juli 1889 entstanden.

Zeichung Sternennacht

Im Gegensatz zum Gemälde sind in der Zeichnung nur zehn Sterne dargestellt und aus den Bauernhäusern steigt Rauch in den Himmel auf. Am 2. Juli schickte Vincent van Gogh diese Zeichnung zusammen mit anderen Arbeiten an seinen Bruder Theo van Gogh nach Paris.

Interpretation

Die Sternennacht wurde in einer für van Gogh tragischen Lebenssituation geschaffen, als er stark unter seiner seelischen Verfassung litt, die ihn nach St. Rémy gebracht hat. Dementsprechend kann das Bild als ungestümer Versuch des Künstlers, seine Krankheit zu überwinden, gedeutet werden.

Emotionale Turbulenzen spiegelten sich zwar in einzelnen Aspekten wider, dennoch strahle das Bild eine gewisse Ruhe, Hoffnung und Trost aus (1). Diese Widersprüchlichkeit kann in unterschiedlichen Ebenen nachgewiesen werden. So kontrastiert die Stille des Dorfes mit der Aufgewühltheit des Himmels, den düsteren Farben der Zypresse im Vordergrund werden das strahlende Gelb des Sichelmondes und der Sterne, dem dominierenden Blau einzelne Einsprengsel in Orange entgegengesetzt. Die leuchtenden Farben werden durch ein Weiß ergänzt, das einerseits für den charakteristischen Spiraleffekt verantwortlich ist und andererseits die Komposition harmonisiert.

Der Kunsthistoriker Meyer Schapiro sah das Werk als „eines der seltenen Bilder, die durch eine religiöse Stimmung ausgelöst worden sind.“ Van Gogh habe versucht, seine Sehnsucht nach etwas Unendlichem in der Natur auszudrücken. Ferner sah Schapiro darin Spuren einer apokalyptischen Phantasie (2). Die Interpretation korrespondiert mit einem Brief an den Bruder, in dem der Künstler die Absicht äußerte, „schwierige Szenen aus dem Leben“ zu malen: „Dies hält mich nicht davon ab, ein unbändiges Verlangen nach – soll ich das Wort sagen? – nach Religion zu haben. Dann gehe ich in die Nacht hinaus, um die Sterne zu malen.“ (3)

Quellenangaben:

1) Starry Night Analysis. Artble, abgerufen am 31. März 2013 (englisch).

2) Meyer Schapiro: Vincent van Gogh. DuMont Köln, 1957 (Neuauflage 1982), ISBN 3-7701-0033-6, S. 94.

3) Schapiro: Vincent van Gogh, S. 26.

Seite „Sternennacht“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 20. September 2021, 07:07 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Sternennacht&oldid=215741495 (Abgerufen: 21. November 2021, 11:44 UTC)

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