Samstag, 29. Januar 2022
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Musiker sein in Zeiten der Pandemie

Die Folgen des Shutdowns auf die Lebenssituation von Musikern

Aufgrund der COVID-19-Pandemie besteht seit über einem Jahr ein Shutdown für kulturelle Veranstaltungen. Forscherinnen und Forscher am Lehrstuhl für Psychologie III (Neuropsychologie und Gesundheitsforschung) der Universität Regensburg untersuchen mit einem Online-Fragebogen die psychologischen Aspekte der gegenwärtigen Lebenssituation von Musikerinnen und Musikern.

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Seit Beginn der Pandemie – in Deutschland spätestens ab dem März 2020 – sind Musiker in aller Welt von den tiefgreifenden gesellschaftlichen Auswirkungen beruflich, und in den meisten Fällen auch finanziell, in hohem Grad betroffen. Die damit einhergehenden psychologischen und gesundheitlichen Auswirkungen auf die Künstlerinnen und Künstler selbst, aber auch auf die von Live-Kulturangeboten überwiegend abgeschnittene Gesamtbevölkerung, sind noch weitestgehend unerforscht. Die Wissenschaftler am Lehrstuhl von Prof. Dr. Klaus W. Lange hoffen, dass sie diese Umstände mit Hilfe des umfangreichen Online-Fragebogens als quantitative Datenerhebung untersuchen können.

Nach Auffassung der Durchführenden sollte jede Phase der Pandemie ausreichend dokumentiert werden, um eine Grundlage für die nachfolgende Aufarbeitung bereitstellen zu können. Der Fragebogen ist vom 1. Mai bis zum 15. Juni geöffnet und soll die Lage einer jeden Musikschaffenden und eines jeden Musikers mit ihrem bzw. seinem psychologischen Zustand in Verbindung bringen. Für eine wissenschaftliche, empirische Untersuchung im Bereich der Psychologie ist gerade der Aspekt der Unmittelbarkeit im Sinne einer gegenwärtigen Betroffenheit von großer Wichtigkeit, da Befragungen über vergangene Zustände häufig von einer subjektiven Verfälschung geprägt sind.

Die Wissenschaftler planen, die Ergebnisse der Umfrage in Form eines Fachzeitschriftenartikels oder eines kurzen Zeitungsartikels zu veröffentlichen. Eine konkrete politische Agenda wird nicht verfolgt. Vielmehr können die Ergebnisse zu einer Anregung, aber auch einer Versachlichung des wichtigen Diskurses über Gegenwart und Zukunft der Kulturbranche in Deutschland beitragen.

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