Donnerstag, 2. Dezember 2021
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Umwelthilfe fordert Abkehr von Pestiziden

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert in den anstehenden Koalitionsverhandlungen eine klare Abkehr vom Pestizideinsatz. Im Sondierungspapier hatten sich SPD, Grüne und FDP bisher lediglich darauf geeinigt, Pestizide auf „das notwendige Maß“ zu begrenzen. Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe: 

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„Der völlig überhöhte Pestizideinsatz in der Landwirtschaft ist ein entscheidender Grund dafür, dass das Sterben von Insekten, Singvögeln und anderen Arten weiter fortschreitet. Das vielbeschworene ’notwendige Maß‘, das schon die bisherigen Bundesregierungen einhalten wollten, ist völlig unbestimmt und hat die Pestizide kaum reduziert. Das muss sich mit der nächsten Bundesregierung ändern. Die Schäden an unserer Umwelt und Gesundheit durch zu viel Pestizide sind vielfältig wissenschaftlich belegt. SPD, Grüne und FDP müssen nach ihrer vagen Formulierung aus dem Sondierungspapier jetzt Nägel mit Köpfen machen: Wir fordern eine Halbierung des Pestizideinsatzes bis 2030 und ein Verbot besonders giftiger Pestizide wie Glyphosat und bienenschädlicher Neonikotinoide. In Schutzgebieten dürfen überhaupt keine Pestizide mehr verwendet werden. Damit folgen wir den Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft und des von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Green Deal.“

Neben einem Programm zur Reduktion von Pestiziden fordert die Deutsche Umwelthilfe den konsequenten Ausbau des Ökolandbaus, die Einführung einer Abgabe auf Pflanzenschutzmittel, um Alternativen zum Pestizideinsatz konkurrenzfähig zu machen und ein verbessertes Zulassungsverfahren mit vorgeschalteter Umweltverträglichkeitsprüfung sowie mehr Transparenz und unabhängige Kontrollen beim Pestizideinsatz.

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