Sonntag, 29. Mai 2022
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KfW-Förderstopp für effiziente Gebäude

Deutsche Umwelthilfe kritisiert Förderstopp für effiziente Gebäude ohne zusätzliche Maßnahmen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt aufgrund des überraschenden Stopps der Bundesförderung für effiziente Gebäude vor Rückschritten beim Klimaschutz im Gebäudesektor. Ohne schnelle ordnungsrechtliche Intervention wird die Wohnungsoffensive der Ampel-Regierung vor allem die Sanierungsfälle von morgen erzeugen. Besonders fatal ist auch, dass die Förderproramme für die Bestandssanierung vom Förderstopp betroffen sind. 

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Dazu Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH:
„Angesichts der klimapolitischen Notlage im Gebäudesektor ist der Förderstopp ein weiterer Dämpfer. Die CO2-Emissionen in diesem Sektor steigen. Das Auslaufen der teuren und ineffizienten Neubauförderung ist absolut richtig, hätte jedoch mit einer ordnungsrechtlichen Anhebung der Neubaustandards Hand in Hand gehen müssen. Damit der Neubau jetzt nicht auf völlig veraltete Standards zurückfällt, muss der bislang geförderte Standard gesetzlich als Mindeststandard festgeschrieben werden. Es ist außerdem ein fatales Signal, dass der Gebäudesanierung der Geldhahn abgedreht werden soll. Die Bundesregierung muss noch vor dem neuen Finanzhaushalt allen Sanierungswilligen Planungssicherheit geben und entsprechende Fördermittel garantieren. Die Ursache dieser Krise ist bei der völlig fehlgeleiteten Förderpolitik der Vorgängerregierung zu suchen, jetzt liegt es an der neuen Bundesregierung, die Situation im Gebäudesektor tatsächlich zu verbessern.“ 

Im aktuellen Förderregime der Bundesförderung für effiziente Gebäude fließt der überwiegende Teil des Fördergeldes in den Neubau, genauer gesagt in den KfW/EH-55 Standard. Dieser Standard ist jedoch längst Stand der Technik und bedarf keiner Förderung mehr. Im Zuge des lange überfälligen Auslaufens der Förderung ist eine Rekordzahl von Neuanträgen eingegangen, sodass die Töpfe der Bundesförderung sich extrem schnell leerten. Dieses Geld fehlt jetzt kurzfristig für Maßnahmen im Bestand, obwohl hier die höchsten Potenziale für die Emissionsminderung liegen.

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